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News zum SPEICHER

Seit dem 29. November ist es offiziell: Mit der Unterzeichnung des Notarvertrags wechselt der „Speicher“ den Besitzer. Die Stadt Zwönitz kaufte das Gebäude für 1,45 Mio. Euro von der Firma Gebr. Roth. Dem Kauf vorausgegangen war ein qualifiziertes Verkehrswertgutachten zur Ermittlung des reellen Wertes der Immobilie. Das Gutachten wurde durch den Gutachter bearbeitet, der seit vielen Jahren alle Verkehrswertgutachten für die Stadt Zwönitz erstellt. Die Gesamtkosten für den Ankauf, sowie für den Umbau des SPEICHERs zum „Gewerbezentrum Erzgebirge“, werden zu 85 Prozent aus Fördergeldern bestritten. Vor der Unterzeichnung des Notarvertrages hatte das Land Sachsen den förderunschädlichen Maßnahmenbeginn bewilligt und damit den Grundsatzbeschluss zur Förderung bestätigt.

 

Für die Stadt Zwönitz ergibt sich damit durch die Förderquote von 85 Prozent ein effektiver Ankaufpreis des SPEICHERs von 218.000 Euro. Mit der Aufgabe, weitere innovative Unternehmenskonzepte in Zwönitz anzusiedeln und damit den Strukturwandel weiter voran zu bringen, haben sich die Stadtverwaltung und insbesondere der Bürgermeister seit längerem auseinandergesetzt.

Der Grundidee „Gewerbezentrum Erzgebirge“ und der Qualität des Förderantrages ist es zu verdanken, dass die Genehmigungsbehörden diese großzügige Förderquote von 85 Prozent bewilligt haben. Ein wichtiger Nebeneffekt ist die Tatsache, dass durch die moderne Nutzung dieses imposanten Industriedenkmals im Innenstadtbereich die Gefahr, dass eine „2. Industrieruine“ in Zwönitz entsteht, verhindert wurde.

Damit fällt der Startschuss für ein öffentliches Projekt, welches den Strukturwandel in Zwönitz, wie auch in der umliegenden Region, nachhaltig voranbringen wird.

Auch der bisherige Eigentümer erhält mit dem Verkauf die Chance, eine über viele Jahre strategisch geplante Weiterentwicklung des Handelsstandortes BAUZENTRUM an der Hartensteiner Straße voranzubringen.Bereits 2001 wurde der Baumarktbereich durch einen Neubau in diesen Standort integriert. Allerdings genehmigten die Behörden zu diesem Zeitpunkt eine maximale Einzelhandelsfläche von 2.000 Quadratmetern.

Mit der 2004 besiegelten Partnerschaft mit der Hagebau Soltau stand fest, dass das heutige BAUZENTRUM zu einem modernen Kombi-Standort weiterentwickelt werden muss.  Deshalb wurde ab 2004 an einem neuen Bebauungsplan gearbeitet, der im Jahr 2007 gefasst wurde. Dieser erlaubte es, an der Hartensteiner Straße eine zusätzliche Verkaufsfläche von 2.500 Quadratmetern zu schaffen. Daran allerdings wurde durch die Genehmigungsbehörden beim Regierungspräsidium die harte Bedingung geknüpft, dass die Gebr. Roth den Handel und das Sortiment im SPEICHER-Fachzentrum aufgeben muss. Der Bebauungsplan mit diesen einschneidenden Bedingungen wurde vom damaligen Zwönitzer Stadtrat bestätigt.

Für die zwangläufig notwendige Ausrichtung des Unternehmens, einhergehend mit der Partnerschaft mit Hagebau, war es eine logische Konsequenz, dass man sich von der Immobilie „Speicher“ trennen muss. So wird sich das Unternehmen  mit dem Jahresbeginn 2019, neben dem bereits in 2017 total umgebauten FLORALAND Gebr. Roth, auf die Weiterentwicklung des Standortes BAUZENTRUM an der Hartensteiner Straße konzentrieren.

Die Ideen und Pläne dazu sind bereits weit voran geschritten. Es wird ein Erweiterungsbau entstehen, so dass die Sortimente aus dem SPEICHER aufgenommen werden können und auch die Mitarbeiter aus dem SPEICHER hier eine neue Heimat finden. Ein zweiter Eckpunkt der erheblichen Investitionen ist die wesentliche Verbesserung der Transport- und Lagerprozesse.

„Es freut uns, dass wir als Nachfolgegeneration die Chance erhalten haben, das BAUZENTRUM an der Hartensteiner Straße mit einer erheblichen Investition entscheidend weiterzuentwickeln. Dies wird den Gesamtstandort mit dem benachbarten Kaufland weiter stärken und damit werden wichtige Impulse für die Sog-Wirkung des Zwönitzer Handels auf das Umland entstehen“, bekräftigt Jens Roth die Unternehmensentscheidung.

Damit erweist sich der Verkauf des „Speicher“ als doppelte Chance. Einmal eröffnet er die Möglichkeit, dem durchaus erfolgreichen und wachsenden Standort Zwönitz mit dem „Gewerbezentrum Erzgebirge“ eine weitere wichtige Innovation zu verschaffen, andererseits dem Zwönitzer Handel mit allen Facetten eine weitere Stärkung zu vermitteln.


Quelle: Zwönitzer Wochenblatt vom 13.12.2018, Uwe Vorberg